Was ist Wohnen ohne Auto

 

Wohnen

ohne
Auto


eine Gemeinschaftsinitiative Münchner Umweltverbände

Obwohl bereits heute 40% der Münchner Bevölkerung ohne eigenes Auto lebt, bieten weder Stadtplanung noch Wohnungswirtschaft Konzepte an, die den spezifischen Bedürfnissen dieser Zielgruppe gerecht werden.

Münchner Umweltverbände und interessierte Bürger(innen) haben deshalb im Sommer 1995 gemeinsam die Initiative "Wohnen ohne Auto" ins Leben gerufen.

Modellprojekte

Ziel der Initiative auf kommunaler Ebene ist die Errichtung modellhafter autofreier Wohnquartiere. Ein erster Erfolg sind 5 Projekte auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens München-Riem, heute MEssestadt Riem, wo seit 1999 102 autofreie Eigentums- und Genossenschaftswohnungen fertiggestellt wurden und 95 weitere (Genossenschaft) im Herbst 2009 bezugsfertig werden.

Angestrebt werden Projekte, die groß genug sind, um Synergieeffekte wirksam werden zu lassen und bei denen Standortvoraussetzungen für autofreies Wohnen besser erfüllt sind. Dafür boten sich in München die innerstädtischen Planungsgebiete Theresienhöhe, Waldmann-Stetten-Kaserne und die Entwicklungsachse Hauptbahnhof-Laim-Pasing an. Jedoch konnte dort noch keine Regelung wie in der Messestadt Riem ausgehandelt werden.

Stadt der kurzen Wege

Von Anfang an hat die Initiative klar gemacht, dass traditionelle Verkehrsberuhigungskonzepte, die den Autoverkehr in Wohngebieten lediglich verlangsamen und Stellplätze an den Rändern der Siedlungseinheiten anordnen, keine Lösung sind. Ziel der Planung muss vielmehr eine "Stadt der kurzen Wege" sein, in der alle wichtigen Orte zu Fuß, per Radl oder mit dem ÖV erreichbar sind und nur noch geringer Bedarf an privater Kfz-Nutzung besteht, der durch Gemeinschaftsautos abgedeckt werden kann.

Ansprechpartner

In die Planung für autofreie Wohngebiete sollen die Erfahrungen der Menschen einfließen, die teilweise schon seit vielen Jahren in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen ohne eigenes Kfz wohnen.

Die Initiative "Wohnen ohne Auto" versteht sich daher als Ansprechpartner für Wohninteressent(inn)en und Bauträger, Politik und Verwaltung. Eine wichtige Aufgabe sieht sie darin, Erfahrungen aus anderen Städten und die Erkenntnisse der aktuellen Fachdiskussion zu vermitteln.

Forderungen

Von der Landes- und Bundespolitik fordert "Wohnen ohne Auto" die Änderung der planungsrechtlichen Rahmenbedingungen. Vor allem die in den Landesbauordnungen verankerte Stellplatzpflicht steht einer zeitgemäßen, an der Reduktion des Kfz-Verkehrs orientierten Stadtplanung im Wege und führt in der Praxis zur Quersubventionierung der Stellplätze über den Wohnungspreis. Sie muss durch Regelungen ersetzt werden, die Wohnungsbau und Infrastruktur für den Autoverkehr entkoppeln und eine verursachergerechte Kostenzuordnung sicherstellen.

Arbeitsgruppe "Wohnen ohne Auto"

Treffen meist montags 9-11 Uhr, im VCD-Büro
Die genauen Termine finden sich in der Terminübersicht
Interessent(inn)en sind herzlich willkommen!

Anschriften und Kontakt

Die Anschrift von uns und Links zu unseren Trägervereinen, Kooperationspartnern etc. finden Sie unter Kontakt & Links