Erwartungen an Mitbauleute
8. Februar 2008 - 14:31 — ehr
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- Initiative und Engagement: Übernahme von Kassenführungen,
Behördenkontakten etc.
- Gruppenfähigkeit: Jeder der WEG-Mitglieder in der Messestadt
Riem ist mit seinen Vorstellungen mindestens einmal überstimmt
worden. Wer für sich immer die besten Teile erwartet, ist in
einer solchen Gemeinschaft nicht tragbar.
- Idealismus und Durchhaltevermögen: Die Mühe lohnt sich.
Keiner der Riemer Mitbauleute hat es bereut.
- Die Mitglieder der WEG geben Hinweise, um künftigen autofreien
Wohnprojekten Start und Umsetzung zu erleichtern.
- Möglichst genaue und feste Arbeitsteilung festlegen, damit
Externe feste Ansprechpartner haben. Die "Amtsinhaber" sollten
nicht zu oft wechseln.
- Meilensteine festlegen, damit der zeitliche Rahmen absehbar ist
und Korrekturmaßnahmen bei Zeitüberschreitungen vorgenommen
werden können. Außerdem sollten für Entscheidungen
Endtermine festgelegt werden, nach denen Änderungen in der Regel
nicht mehr möglich sind.
- Bevor Architekten beauftragt werden ist zu überlegen, ob ein
Projekt-Leiter eingesetzt wird. Dieser kann die gruppeninternen Diskussionen
vorbereiten und leiten. Er unterstützt und überwacht die
Architekten.
- Die Kostenaufteilung für die Bau- und Nebenkosten sollte möglichst
einfach sein und möglich früh festgelegt werden. Es sollten
möglichst wenig verschiedene Kostenaufteilungsschlüssel
verwendet werden.
- Möglichst frühzeitig sollte auch geprüft werden,
ob ein Generalunternehmer die Wohnungen erstellen soll, da bei einer
Entscheidung für einen Generalunternehmer vieles anders zu regeln
ist als bei einer Einzelgewerkvergabe.
- Die Verteilung der Wohnungen im Projekt auf die einzelnen Mitbauleute
sollte möglichst erfolgen, wenn 50 Prozent der Mitbauleute bekannt
sind. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Einigung, wer welche Wohnung bekommt,
noch recht einfach möglich. Die verbleibenden Wohnungen dürfen
aber keine gravierenden Mängel besitzen, da man sie sonst nicht
weitervermitteln kann.
- Sonderwünsche einzelner Bauherren dürfen nicht dazu führen,
dass die Wohnung dieses Bauherren später nicht mehr auf dem "freien"
Wohnungsmarkt vermittelt werden kann.
- Die finanziellen Verhältnisse der einzelnen Gruppenmitglieder
sollten einer Vertrauensperson in der Gruppe offengelegt werden, die
dann auch später die Verhandlungen mit der oder den Banken führt.
- Bei Abstimmungen sollte jede Wohneinheit eine Stimme haben.
- Die Innengestaltung bespricht der jeweilige Mitbaumensch mit dem
Architekten, die Außengestaltung wird von der Gemeinschaft mehrheitlich
beschlossen.