Guten Abend, meine Damen und Herren, im Namen der Initiative "Wohnen ohne Auto" begrüße ich Sie herzlich zu unserer gemeinsamen Veranstaltung "Bauen für die Zukunft: mobil flexibel autofrei" .
Die Initiative "Wohnen ohne Auto" gibt es in München seit ca. zweieinhalb Jahren. Sie besteht aus sieben Umwelt und Verkehrsverbänden sowie vielen Interessierten.
Die Tätigkeit der Initiative umfasst bisher:
Als Erfolg werten wir das Entstehen von 14 Eigentums und 22 Genossenschaftswohnungen mit dieser Wohnidee in München-Riem.
Wir haben diesen Abend organisiert, um einem Fachpublikum den neuesten Kenntnisstand zu diesem Thema vorzustellen und haben dazu auch Referenten aus anderen Teilen Deutschlands eingeladen. Der Abend soll der Klärung von Sachfragen dienen, die die Interessenstruktur, das Marketing, die rechtlichen Voraussetzungen und die Finanzierung betreffen.
Durch unsere Arbeit stellen wir immer wieder fest, wie stark der emotionale Aspekt dieses Wohnmodells ist und wie dadurch eine sachliche Diskussion erschwert wird. Die Befürworter meistens besitzen sie kein Auto schätzen die Vorteile, weder Parkplatzsorgen noch Werkstattrechnungen zu haben. Die Gegner befürchten die Einschränkung ihrer individuellen Bedürfnisse, die ohne eigenes Auto nicht jederzeit erfüllbar wären. Befürworter und Gegner: gemeinsam schimpfen sie auf Abgase, zugeparkte Gehsteige und die Gefahren für Kinder durch zu hohen Verkehr.
Es geht nicht um die grundsätzliche Frage: Auto ja oder nein. Es geht darum, für eine Zielgruppe preisgünstigen und attraktiven Wohnraum unter ökologischen Aspekten zur Verfügung zu stellen. Diese Interessenten sind sozusagen Motor oder besser gesagt Vorreiter für ökologischen Städtebau.
Ich wünsche Ihnen einen informativen und interessanten Abend.
Ulrike Liebl