In Hamburg werden Grundstücke anhand gegeben. Die Stadt sichert mir zu, wenn ich alles, was während der Anhandgabe vereinbart wurde, einhalte, das Grundstück auch kaufen kann.
Wohnprojekte sind darauf angewiesen, dass sie sich finden, dass sie Zeit haben, sich zu einem Wohnprojekt zu bilden, dass Vertrauen geschaffen wird, zuerst in die Mitbewohner, dann aber natürlich auch in die Baubetreuer, in die Architekten, in alle Beteiligten. Eine Gruppe von lauter Leuten, die sich noch überhaupt nicht kennen, und die sollen da eich unglaublich viel Geld reingeben, das funktioniert ja nicht. Es sei denn, das ist was sehr Etabliertes, oder eine sehr etablierte Wohnungseigentümergemeinschaft, beispielsweise, die weiter baut. Aber es war auch noch eine neue Wohnungseigentümergemeinschaft und eine Genossenschaftsneugründung. Ich habe natürlich den Zinsvorteil, je später ich es kaufe, bei einem vereinbarten Preis, desto besser für mich. Mir wurde gesagt, das gäbe es in München nicht, diese Anhandgabe.
Es ist hier auch so, dass man nicht sofort kaufen muss. Wir haben das Grundstück in Riem auch noch nicht gekauft, planen da aber schon seit fast anderthalb Jahren Zum Beispiel am Ackermannbogen: gewisse Verpflichtungen hat man schon, aber man hat das Grundstück noch nicht kaufen müssen. Es gibt einen Stadtratsbeschluss, der einem so ein Grundstück zuteilt, wenn alles geklärt ist, auch die Bedingungen für den Kauf, dann gibt's den Beschluss über den Verkauf.
Das ist eine Option. Die Wohnprojekte am Ackermannbogen hätten gern eine Anhandgabe gehabt, es gibt wohl einen Unterschied zwischen den Begriffen.