Beispiel Theresienhöhe: wenn ich da ein Vorhaben habe, und ich vergebe alle Grundstücke im Höchstgebotsverfahren, dann bleibt nun mal kein Raum für ein Wohnprojekt. Ein Wohnprojekt muss sich erst bilden. Ich finde selbstverständlich Leute, die machen eine Wohnungseigentümergemeinschaft, die werden da auch einen Baublock errichten, die werden auch den Preis zahlen, den die Stadt haben will. Das Problem ist immer der Zeitraum. Dann muss mir die Stadt einen kleinen Freiraum lassen, ein Zeitfenster.
Peter Schmidt, WOGENO, schreibt, dass bei Neugründung einer Genossenschaft 25 % echte Eigenmittel da sein müssen. ich kann nur jedem empfehlen, wer 25 % echte Eigenmittel hat, der soll auch Eigentum erwerben, sonst holt er sich einen ganz erheblichen Nachteil ein. Wer hier in München ein genossenschaftliches Modell macht, muss schon ein ziemlicher Idealist sein. Wir sind mit 12, mit 13 % Eigengeld eingestiegen, und das war schon schwierig genug. 20 % Eigengeld gilt in Hamburg als Tod für jede Genossenschaftsgruppe. Aber offensichtlich gibt's hier auch Gruppen, die es bei 25 % schaffen, aber so viel Genossenschaften gibt es ja auch nicht, die sich in München neu gegründet haben, die letzten Jahre. Eine. In Hamburg ist es eben jedes Jahr etwa eine Genossenschaft, die sich neu gründet.
Wenn ich Erhebungen mache, dann komme ich ja immer dazu, autofreie Haushalte sind Alte und Singles. Bauen richtet sich ganz allein danach, was ist finanzierbar und was nicht. Und Familien mit Kindern, die haben bisweilen sehr günstige Konditionen. Entsprechend haben wir sehr viel Familien mit Kindern. Und deswegen muss ich auch gar nicht danach gucken, wie ist die Nachfrage autofreier Haushalte, sondern tatsächlich, was sind Fördermodelle, wo ich viele Menschen unterbringe.