Karsten Wagner:Wohnen ohne Auto war im Rahmen der Bürgerbeteiligung von Anfang an, seit 1996 über 4 Jahre im AK Theresienhöhe vertreten, der jetzt aufgelöst wurde.
Von der Stadt wurde von vornherein gesagt, bringt uns Investoren für autofreies Wohnen, gleichzeitig behauptet, es gibt keine; es entstand der Eindruck, die Stadt würde gar nicht mit kleineren Investoren sprechen
Wir haben mit Herrn Wagner von der Lawaetz-Stiftung Kontakt aufgenommen, um zu zeigen, dass man durchaus Investoren finden kann.
Weitere MeinungenWir haben eine Bewerbung zur Theresienhöhe abgeschickt; allerdings können wir kein Höchstgebot abgeben, da wir Grundstücke nicht im Vorwege kaufen (wir sind kein Zwischenerwerber). Deshalb sind wir formal aus dem Bewerbungsverfahren rausgefallen. Letztlich ist das mit dem Höchstgebotsverfahren auch eine politische Entscheidung.
Die Theresienhöhe ist eine sehr plausible Fläche: innerstädtisch, ÖPNV-nah, man kann alles zu Fuß machen. Wenn man der Stadt auch noch sagt, sie bekommt das Geld, das sie dafür will und dass engagierte Leute hinkommen, die sich um ihr Wohnumfeld kümmern, müssten eigentlich Verhandlungen möglich sein. Die Frage ist, warum das nicht gemacht wurde.
Eigentlich ist es für die Theresienhöhe jetzt zu spät: man hätte vor 2 Jahren eine Anzeige aufgeben müssen, wer will auf dir Theresienhöhe mit uns autofrei bauen; dann hätte man eine Gruppe aufbauen können, etwa 50 Interessierte, die alle gesagt hätten, wir wollen Eigentum erwerben und wir wissen, wie teuer die Münchner Grundstückspreise sind. Damit hätte man ganz anders gegenüber der Stadt argumentieren können.
Interessant ist, dass die Theresienhöhe über das Kommunalreferat vermarktet wird, während in Riem und am Ackermannbogen das Planungsreferat zuständig ist.
Bei der Theresienhöhe muss man wissen, dass damit der Messeumzug finanziert werden soll; da gibt es wohl eine große Angst bei der Stadt, dass das Geld nicht reicht.
In Riem ist die Situation anders: die Stadt ist froh, wenn alle Grundstücke verkauft werden; trotzdem muss es möglich sein, auf der Theresienhöhe eine soziale bzw. ökologische Komponente hinein zu bringen.
Man hatte doch ein Höchstgebot abgeben können, wenn man die Leute gekannt hätte, die mitmachen, das ist das entscheidende Problem.
Bei der Stadt und beim Oberbürgermeister ist man der festen Überzeugung, dass es keine Interessenten für Wohnen ohne Auto gibt; entsprechend war die Abstimmung zum Bebauungsplan.