Rolle von Baugruppen

WoA:

Am Ackermannbogen gibt es ja eine genossenschaftlich organisierte Gruppe, die da sicher einiges durchsetzen wird.

Für Eigentumswohnungskäufer ist das aber kein Weg: es findet sich doch jetzt keine Gruppe, die sagt, sie möchte in drei Jahren gemeinschaftlich ein Mehrfamilienhaus im Gebiet Hauptbahnhof-Laim-Pasing kaufen. Eigentümer gehen am liebsten zu Bauträgern und kaufen.

Eigeninitiative ist sicher ein guter Weg, das Risiko aber ist dann nicht auf Seiten der Bauträger, sondern bei der Gruppe.

In München geht erst gar nichts und dann alles ganz schnell, da bleibt für die Entwicklung einer Planung wenig Zeit.

 

  Karsten Wagner:

Eine Eigentumsgruppe wäre nicht so einfach, aber nach unseren Erfahrungen durchaus auch möglich " wir haben das ja auch gemacht. Je konkreter das Projekt wurde, desto fester blieb die Gruppe zusammen.

Es gibt Faktoren, die eine solche Sache befördern, etwa eine ausreichend lange Entwicklungszeit.

Man kann eine Gruppe aufbauen und es noch offen lassen, ob die selbst oder mit einem Unternehmer baut oder eine Kombination macht.

Es ist wichtig, dass man sich mit seinen Interessierten beschäftigt: Wenn die sich in Bremen vorher mit ihren Leuten befasst hätten, wäre es nicht zu solchen Fehleinschätzungen gekommen, an denen das Projekt gescheitert ist.

 

  Bauträger:

Es ist wirklich wichtig, eine Gruppe zu finden, die zusammen leben will und auch ein Umfeld ohne Auto schaffen will.

Solche Gruppen zu bilden ist eine mühsame Arbeit, aber da geht kein Weg vorbei. Das hat sich in Riem oder am Ackermannbogen gezeigt.

Wenn man eine solche Gruppe als Unternehmer begleitet, könnte man den Prozess etwas beschleunigen.

Leute, denen solche Themen wichtig sind, sind auch eher bereit, aktiv mit zumachen.

Ackermannbogen war lange bekannt Die städtebaulichen Entwürfe Hauptbahnhof-Laim-Pasing sind ebenfalls bekannt, hier könnten sich doch jetzt schon Standorte für Wohnen ohne Auto finden lassen, auf die die Gruppen bei der Stadt Interesse anmelden könnten.