WoA:Man braucht eine Fläche, die in 2 Jahren etwa so weit ist wie die Theresienhöhe heute. Um hierfür Leute zu finden , muss man jetzt eine Werbekampagne starten.
In Hamburg war das ein Riesenaufwand: ich habe 2400 Anrufe angenommen und eine Viertelstunde muss man sich schon Zeit nehmen für jeden Anrufer; das war damals mein Privatvergnügen und ob ich mir das nochmals antun würde? Aber jetzt stehen die Häuser und ich kann daran vorbeigehen und mich freuen.
Wenn man das professionell machen lässt, muss man sicher mit 10 bis 20 DM pro Adresse rechnen; wenn ich also 1000 Adressen haben will, muss ich 15.- 20.000 DM ausgeben.
Man sollte sich nicht zu sehr an die Stadt koppeln; erstens dauert dann das zu lang (wie man in Köln sieht)
und zweitens will die Stadt dann auch mitbestimmen und es gibt zum Schluss eine Befragung, die die Initiative gar nicht will und in der die "guten" Standorte nicht drin sind.
Wir haben immer Geld von den Grünen gekriegt und uns hauptsächlich über Mitgliedsbeiträge finanziert. Das würde ich auch empfehlen:
Man sammelt mit der Kampagne Interessierte, die dem Verein beitreten und refinanziert das durch die Mitgliedsbeiträge; Wenn ich von 15.000.- DM ausgehe, brauch ich schon 100 DM Jahresbeitrag oder auf 2 Jahre gerechnet 50 DM, die Mitglieder haben ja auch schließlich etwas davon.
Damit bekommt man auch die ernsthaft Interessierten; die Leute, die mal einfach so unterschreiben, sind zwar wichtig, aber man braucht auch die, die dann auch bauen.
Wenn man erst mal einen Stamm von Leuten hat, kann man eine gezielte Kampagne auf das Grundstück machen.
Weitere Meinungen:Gute Ideen und witzige Konzepte könnten wir sicher machen. Aber wenn wir uns Vermarktungskonzepte ausdenken, für etwas, das wir gar nicht haben, ist das nur Selbstbeschäftigung.
Wenn wir "Werbung" für autofreies Wohnen machen, fragen die Leute sofort, welche Angebote gibt es, das ist unsere Erfahrung. Wenn wir dann sagen, da müsst Ihr Euch selbst drum kümmern, ist das natürlich sehr unbefriedigend. Bauträger: Man muss diese Interessenten gewinnen, das ist am wichtigsten. Dazu braucht man ein Budget: es muss sich erst mal eine Gruppe bilden, dann macht man Veranstaltungen und irgendwann baut man dann einfach so, wie sonst auch. Das muss alles kostengünstig ablaufen.
Man muss aber auch noch mehr Bauträger finden, die von dem Konzept überzeugt sind, diese Basis muss verbreitert werden.
Man gibt Geld für Anzeigen aus, was nicht billig ist, dann muss man die Interessenten betreuen, das absorbiert wieder Kräfte und die Ressourcen sind schnell aufgebraucht. Ob man auf diesem Weg wirklich Projektpartner findet?