Definition (nach Andrea Dittrich)

Lange Zeit war das Konzept "Wohnen ohne Auto" inhaltlich nicht klar geschärft, was oft zu eher negativen Assoziationen führte. Deshalb hat sich in der wissenschaftlichen Diskussion folgende Definition herauskristallisiert:

Projekte "Wohnen ohne eigenes Auto" bieten Wohnquartiere an, in denen die Bewohner von den mit dem autofreien Lebensstil verbundenen Vorteilen in größtmöglichem Maße profitieren können.

Im Zentrum dieser Definition stehen nicht, wie am Anfang bei autofreien Projekten, Proteste gegen die Autogesellschaft, sondern die Vorteile eines autolosen Lebens.

Das Konzept "Wohnen ohne Auto" knüpft an zwei, heute wohl unbestrittene Prozesse an:

  • Das eigene Auto ist in der Großstadt erkennbar nicht mehr das optimale Verkehrsmittel, um Mobilität zu sichern
  • Der motorisierte Individualverkehr führt in vielen Stadtvierteln zu einer erheblichen Reduzierung der Wohnqualität

Autofreies Wohnen bietet eine Alternative zu diesen Prozessen; es gilt daher, die Vorteile immer wieder deutlich zu machen. Hier sind zu nennen:

  • Höhere Wohnqualität durch KFZ-freie Erschließung (Lärmreduzierung, Sicherheit für Kinder, weniger Versiegelung usw.).
  • Verringerte Errichtungskosten durch Einsparungen in der Straßen- und Stellplatzinfrastruktur.(keine Tiefgaragenplätze/Stellplätze, weniger Straßenfläche)
  • Interessengerechtes Angebot von Mobilitätsalternativen, z. B. Car-sharing.
  • Zusätzlich für Investoren: modellhaftes Wohnen ist gutes Marketingargument, verringerte Kosten