Das sind Wohnblocks, vier und Staffelgeschoss, also fünf Stockwerke, wobei sich das oberste etwas abstaffelt. Diese Wohnblöcke haben immer zwischen vier und fünf Hauseingängen, dann gibt es hier noch immer ein Punktgebäude, da habe ich einen Hauseingang fürs ganze Gebäude.
(Er zeigt eine Ansicht des Gebäudes): ich finde, es sieht sehr nüchtern aus. Wohngruppenprojekte interessiert ihre Architektur nicht so sehr, sondern mehr das Leben innendrin.
Zwischenfrage: Am Ackermannbogen hatten die Wohnprojekte große Schwierigkeiten mit dem Stangenbau. Ich finde Zeilen gar nicht so schlecht, wenn gewährleistet ist, dass es nicht laut wird. Bei Zeilen habe ich den Vorteil, dass sie eine gute Belichtung haben. Wir haben immer Probleme mit unseren Ecken. Alle haben ein Fenster zum Hof, nur die Ecke nicht. Diese Bewohnerinnen sind mehr oder minder vom sozialen Leben ausgeschlossen. Bei einer Zeilenaufstellung habe ich das Problem nicht: da kann ich immer Durchwohner machen, die sind immer auf beiden Seiten, ich kann gewährleisten, dass es eine gute Durchlüftung gibt.
Hier an der Durchfahrt gibt es einzelne Stellplätze (0,15), die dafür vorgesehen sind, wenn jemand eine schwere Behinderung hat, für Carsharing, für schwere Transporte. Wir haben kein Carsharing auf dem Grundstück, wir haben keine Behinderten und schwere Transporte, na ja, da muss man eben mal vorfahren und wieder wegfahren. Aber letztlich brauchen wir zur Zeit keine Stellplätze. Es gibt Carsharing in der Nähe. Aber die haben feste Stellplätze am Ende der Jarrestraße.
Nachteil des Standorts: die Saarlandstraße ist relativ stark befahren. Deswegen war es so angedacht, dass hier ein Gewerberiegel erstellt wird, der steht allerdings noch immer nicht. Autofreie Mieter, und dann gucken die auf die Saarlandstraße! Aber die Saarlandstraße ist ja zum Glück fast 100 m weg, es ist stark begrünt und ich habe einen ganz weiten freien Blick.
Zwischenfrage: Ist dieses Gewerbe auch auf dem Grundstück, das Sie beplanen?
Nein: Da kommen sowieso nur Büros in Frage und so stark ist der Büromarkt nicht angestiegen, dass ich dieses Wagnis auch noch machen wollte. Die Stadtentwicklungsbehörde wollte produzierendes Gewerbe im Geschoss. Das ist aber gar nicht zu finanzieren. Die gehen lieber auf eingeschossige Flächen im Umland: das ist viel günstiger und sie sparen auch noch Gewerbesteuer.
Ich bin ganz nüchtern geworden: wir nehmen, was passt, was keinen Lärm macht, was sich nicht gegenseitig beeinträchtigt. Allerdings fahren die ohnehin von der Saarlandstraße in die Tiefgarage, die Autos kriegen wir nicht mit. Aber finden Sie mal einen Gewerbemieter, zu dem die Kunden nicht mit dem Auto kommen können.
Wir haben auch Niedrigenergiestandard, also kontrollierte Be- und Entlüftung, ich muss die Fenster nachts nicht öffnen. In den Innenhof schallt von der Saarlandstraße nichts mehr rein.